Endlich komme ich dazu über das vergangene Wochenende in Hamburg zu bloggen. Wie ihr ja vielleicht wisst, geht der ganzen Geschichte die Bayern-Werder-Fehde voraus.
Also ging's am 22. Oktober ins das Volksparkstadion, ähm ich mein natürlich HSH Nordbank Arena, nee blöd, eigentlich ging's in die Imtech Arena ... Wie auch immer das Hamburger Fußballstadion heißt, es liegt ziemlich ungünstig. Noch dazu haben diesel verrückten Nordlichter die o2 World daneben gebaut und man hat an so einem Tag schon ziemlich Mühe, überhaupt dort hin zu kommen.

Wir haben's auf jeden Fall gerade so bis zum Anpfiff geschafft und eins könnt ihr mir glauben: Ich war sehr erleichtert, dass ich auf dem Hinweg nicht die einzige Rot-Weiße war und umso mehr, dass wir direkt neben dem FC Bayern Fanblock saßen.
An dieser Stelle jetzt mal wirklich eine Rüge an die HSFauler: Ihr habt keine Ahnung wie man Stimmung macht. Ihr hättet das ganze Stadion niedersingen können, aber stattdessen hat der kleine Bayern Fanblock den Ton angegeben! Schämt Euch! Aber mir war's recht. Auch wenn das Spiel dann 0:0 ausgegangen ist, weil der HSV nicht wollte und der ersatzgeschwächte FCB nicht konnte, war es aufregend endlich mal wieder im Stadion zu sein.
Man kommt ja gar nicht so leicht an Karten für so ein Spiel, wenn man weder aus Hamburg noch aus München kommt, also waren wir mit einem ganzen Paket am Start. Dazu gehörte auch das wirklich großartige Hotel Lindner.
Das Hotel liegt neben Hagenbeck's Tierpark und versetzt seine Gäste ins Safari-Feeling. Unser Zimmer war im asiatischen 4. Stock.
Natürlich mussten wir die Chance nutzen und haben dem Tierpark einen Besuch abgestattet.
Tiere in Gefangenschaft ist ja immer so eine Sache. Bei Hagenbeck hat man aber ein ganz gutes Gefühl, dass die Insassen Tiere gut aufgehoben sind. Noch dazu erfährt und lernt man viel über die Tiere. So saßen zum Beispiel zwei Aras kuschelnd auf einem Ast und haben geschnäbelt, was in Papageiensprache Zuneigung zum Partner und Festigung der Partnerschaft bedeutet. Aras bleiben lieber alleine, als mit dem Falschen zusammen zu sein (kam mir irgendwie bekannt vor) und wenn sie ihren Deckel gefunden haben, bleiben sie ein Leben lang zusammen.
Weil schnäbeln nicht nur ein tolles Wort sondern auch 'ne tolle Sache ist, kommt hier die Definiton aus der Oeconomischen Encyclopädie (1773 - 1858) von J. G. Krünitz (wisst ihr Bescheid!):
Schnäbeln, ein regelmäßiges thätiges Zeitwort.
1. Als ein rückwirkendes Zeitwort, da es nur von den Vögeln, besonders aber von den Tauben üblich ist, welche sich schnäbeln, indem sie die Schnäbel in einander stecken und sich zu küssen scheinen. Die Taube steckt nämlich ihren Schnabel in den des Täubers, und dieser scheint sie mit einer Art Schleim zu füttern, gleich unserm Speichel, wobei er es eben so macht, als wenn er Junge füttert. Man braucht es aber auch von Menschen, sich küssen. Wie sich das Pärchen schnäbelt, küßt.
2. Mit einem Schnabel versehen, wo das Mittelwort geschnäbelt zuweilen vorkommt, z. B. ein geschnäbeltes Schiff, welches nach Art der Alten einen Schnabel hat.
Vielleicht lässt es sich dank Scnäbeln und ♥ auch mit gestutzten Flügeln in einem Käfig ertragen ...
Bevor's dann am Sonntag zurück nach Berlin ging, war noch ein langer Spaziergang zum und am Elbstrand inklusive Vergangenheitsbewältigung angesagt. Ich kann der ganzen Industriehafenromantik ja nicht so viel ab, aber umso weiter man läuft, umso schöner wird's. Und lustige Schilder haben sie auch:

Mein absolutes Hagenbeck-Highlight war aber diese äußerst elegante Dame. Ja, so eine Giraffe ist schon beeindruckend. Schreckhaft und neugierig zugleich und Wimpern samt Augenaufschlag, da könnte frau neidisch werden.






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